Sonntag, 25. November 2018

T+A Workshop - Bericht zur Veranstaltung

Ein Beitrag von Rainer Götz

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 25-jährigen Jubiläum hatten Oliver Wittmann und Markus Nolden den westfälischen Audiospezialisten T+A am 15.11.18 zu einem Workshop eingeladen. Julian Strauß von T+A übernahm die Moderation der Veranstaltung und überzeugte durch fachkundige, niemals aufdringliche Erklärungen zur gespielten Musik und zur Technik der T+A Komponenten.

Als Musikquelle diente der T+A Multi Source Player MP 3100 HV, der so gut wie alle in Frage kommenden Programmquellen wiedergibt. Egal ob CD, SACD, Festplatte, Streaming via Tidal oder Qobuz, Internetradio, DAB+ oder klassisches UKW-Stereo, aber auch Bluetooth-Zuspielungen z.B. von Mobilgeräten. Der MP 3100 HV spielt nahezu alles und das in exzellenter Qualität. Mehr Infos siehe hier.

Als Vorstufe kam ein weiteres Top-Gerät aus der Hochvolt-Serie von T+A zum Einsatz: der P 3000 HV. Weltweit einer der besten Vorverstärker – egal ob Transistor oder Röhre. Ausführliche Infos siehe hier.

Die Endstufe war eine Besonderheit. Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens stellte T+A auf der Highend 2018 in München die limitierte Auflage seiner Monoendstufe M 40 HV vor. Mit einer Leistung von 2 x 1.000 Watt an 4 Ohm treibt die M 40 HV nicht nur so ziemlich jeden Lautsprecher an, sondern stellt für die meisten Anwendungen den klanglich noch feineren High Current Mode mit 60 Watt in reinem Class A und 250 Watt in Class AB zur Verfügung. Mit einem Preis um die 40.000,- Euro das Paar ist das im Vergleich zu den Top-Endstufen aus USA, Japan oder der Schweiz eigentlich ein Sonderangebot.

Die M 40 HV gehört mit Sicherheit zu der kleinen Gruppe der weltbesten Endverstärker, die man für Geld und gute Worte derzeit kaufen kann. Interessenten sollten sich aber beeilen. Der M 40 HV wird nur im Jubiläumsjahr in einer limitierten Auflage gefertigt und - solange der Vorrat reicht - weltweit verkauft. Die Hälfte der Auflage soll bereits weg sein! Im Raum Stuttgart ist das HiFi-Studio Wittmann übrigens der einzige Händler, der den M 40 HV exklusiv in der Vorführung hat. Mehr Informationen hier.

Ebenfalls zur Highend in München stellte T+A eine neue Inkarnation der bewährten und bekannten Criterion-Lautsprecherserie vor, die aus drei Modellen besteht. Alles Transmission-Line-Lautsprecher, wie es sich für Modelle aus der Criterion-Linie gehört. Die Westfalen gelten ja nicht zu Unrecht als traditionsbewusst.

Völlig neu bei der Criterion-Serie sind die „Organic Baffle“ genannten Schallwände. Um ein optimales Abstrahlverhalten besonders im Mittel-Hochton-Bereich zu erreichen, wurden die Durchbrüche für die Lautsprecherchassis in den Schallwänden dreidimensional aus dem Vollen gefräst und wirken so als genau berechnete Schallführung. Das ganze sieht auch noch richtig gut aus, egal ob die aus HDF gefertigten Lackausführungen oder die Edelholzversionen, bei denen sogar Massivholz verbaut wurde. Fragen Sie Oliver Wittmann oder Markus Nolden mal nach dem Paarpreis. Sie werden angenehm überrascht sein. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Kombination aus HV-Topserie und den recht günstigen Criterion-Lautsprechern unterstreicht wieder mal, dass die alte Regel „2/3 des Preises für die Lautsprecher reservieren“ so nicht mehr gilt. Was T+A mit dieser Kombination abliefert, gehört zur absoluten Spitzklasse. Natürlich gäbe es mit noch aufwendigeren Lautsprechersystemen wie etwa den T+A Solitaire CWT 1000-8 SE (siehe hier) noch „Luft nach oben“, aber was die günstige Criterion S 2200 CTL hier bietet, lässt aufhorchen.

Ob der alte Blues Klassiker „Hello little schoolgirl“ oder Pianojazz mit Paul Kuhn und seinem Trio, der nölende Gesang eines Bob Dylan oder der mehr sprechende als singende Poet am Mikrophon Leonard Cohen: Hier werden Emotionen übertragen. Musik über diese Anlage lässt einen nicht „kalt“, sondern zieht den Zuhörer in das Geschehen. Wobei die technische Qualität der Aufnahmen bzw. deren Unzulänglichkeiten natürlich mit einer solchen Anlage auch deutlicher zu Tage treten. Was zählt, ist letztlich die Musik, und kleinere Aufnahmefehler werden zwar wahrgenommen, sind aber angesichts des Alters und der musikalischen Qualität mancher Einspielung zweitrangig. Die T+A-Kombination spielt ehrlich, schönt nicht, bietet dafür aber einen tiefen Einblick in das Musikgeschehen. Ich wage zu behaupten, dass selbst schlecht aufgenommene Musik über die T+A-Kombi besser klingt …

J.S. Bachs Toccata und Fuge BWV 565 muss man über den größten Lautsprecher der Criterion-Serie, der S 2200 CTL mit ihren beiden 22 cm Basschassis, einmal gehört haben. Musikalische Urgewalt, die einen ehrfürchtig vor der Anlage sitzen lässt. Das gleiche gilt für die Carmina Burana von Carl Orff. Beeindruckend hier, den Chor im Halbrund quasi „stehen“ zu sehen und auf den Einsatz der Streicher zu warten … Ganz großes Kino.

Ich könnte jetzt noch lange über die gespielten Titel reflektieren, aber ich denke die Ausnahmestellung dieser T+A-Kombination wurde deutlich. Wenn Ihr Interesse jetzt geweckt ist: Oliver Wittmann oder Markus Nolden vereinbaren mit Ihnen gerne einen ausführlichen Hörtermin und beraten Sie auch, was die Stromversorgung und die NF- und Lautsprecherkabel angeht.

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