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Mittwoch, 16. Mai 2018

Messebericht Norddeutsche HiFi-Tage 2018

Wir melden uns wohlbehalten von der High End in München zurück. War wieder eine tolle Veranstaltung und unsere AFI flat, die Okki Nokki und die Tom Evans-Phonostufen haben guten Zuspruch bei Interessenten und Presse gefunden. Ein Messebericht von Rainer Götz ist in Arbeit. Sein Text für die Norddeutschen HiFi-Tage in Hamburg Anfang Februar ging wegen Serverproblemen leider unter. Hier als „Einstimmung“ auf den High End-Bericht sein Bericht...

Ein Beitrag von Rainer Götz

Bereits seit dem Jahr 2005 finden immer am ersten Februar-Wochenende des Jahres im Hamburger Hotel Holiday Inn die Norddeutschen HiFi-Tage statt. Zunächst als Initiative eines einzelnen Händlers, nun in der Regie eines professionellen Messeteams. Da für den 8. bis 9. September im Stuttgarter Holiday Inn eine ähnliche Veranstaltung unter dem Titel Süddeutsche HiFi-Tage stattfinden wird, war es interessant, die Hamburger Veranstaltung zu besuchen. Und es hat sich gelohnt, um dieses Fazit schon vorwegzunehmen.

Natürlich derzeit kein Besuch in Hamburg ohne einen Abstecher auf die Aussichtsplattform der Elbphilharmonie. Leider bei Schnee und Regen – aber das gehört ja zu einem Hamburg Besuch. Samstag und Sonntag ging es dann zur Messe ins besagte Holiday Inn.

Sonntag, 11. März 2018

Tannoy Lautsprecher

Tannoy gehört zu den britischen Inseln wie Tee, Plumpudding und Whiskey. Die Geschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück. Bekannt wurde Tannoy auch international mit Beschallungssystemen und PA-Anlagen. Tannoy ist eines der wenigen Unternehmen, dessen Name als Synonym für eine ganze Produktgruppe steht, wie z.B. Tempo (für Papiertaschentücher) oder Uhu (für Alleskleber). Wenn auf einem britischen Bahnhof ein Reisender ausgerufen wird, nennt man dies „over the Tannoy", eine Durchsage über ein Lautsprechersystem machen. „You’ve been tannoyed“ bekommt der Ausgerufene dann zu hören.

Zunächst in Tonstudios und ab den 50er-Jahren auch in Highend-Anlagen reüssierte Tannoy bald zu einer festen Größe und gehört zu den klassischen und legendären britischen Lautsprecherherstellern. Der Dual Concentric Lautsprechertreiber ist mit Sicherheit die technologisch wichtigste Entwicklung von Tannoy. Sein Ziel: eine nahezu perfekte Punktschallwiedergabe durch die Anordnung eines Hochtonlautsprechers im Zentrum der Tieftonmembran. Für eine phasenkohärente Schallabstrahlung wurde der Hochtöner über einen Hornkanal im Tieftonsystem eingebunden.

Ziel war es, dass die Signale des Tieftöners gleichzeitig mit den Hochtonsignalen am Ohr des Zuhörers ankommen, also keine Zeitverzögerung besteht. Diese Verzögerung wurde von Tannoy schon 1947 beim Monitor Black erkannt und kompensiert. Andere Hersteller brauchten viele Jahre und versuchten dann die Zeitdifferenz z.B. durch nach hinten versetzte Hochtöner oder nach vorne versetzte Basslautsprecher bzw. Korrekturen in der Frequenzweiche zu kompensieren.

Tannoy war hier seiner Zeit weit voraus und daher im Studiobereich und beim Rundfunk weit verbreitet. Einige der legendärsten Musikproduktionen entstanden mit Hilfe von Tannoy-Lautsprechern wie z.B. Pink Floyds „Dark Side of the Moon“ oder „Blade Runner“ von Vangelis. In den Studios von Decca und dem legendären Abbey Road-Studio der EMI gehörten und gehören Tannoy-Monitore zur Grundausstattung.

Wir haben uns in diesem Jahr wieder um Tannoy gekümmert und fanden die Neuauflage der in den 70er-Jahren legendären Legacy-Serie überzeugend. Auf der HiFiDeluxe in München liefen die drei Lautsprecher der Legacy-Serie - Arden, Cheviot und Eaton - an Röhrenverstärkern von Unison aus Italien. Eine geglückte Kombination.

Seit Anfang September 2017 sind wir autorisierter Tannoy-Händler und engagieren uns für die Lautsprecher der Legacy-Serie. Kommen Sie doch einfach nach Terminvereinbarung, damit wir uns auch wirklich Zeit für Sie nehmen können, mit Ihren Lieblingsplatten (Vinyl oder CD) bei uns vorbei und hören selbst ...mehr

Mittwoch, 7. März 2018

Music Day Februar 2018 - Zurück in die Zukunft mit Tannoy

Ein Beitrag von Rainer Götz

Es war in der Tat überraschend, als der britische Lautsprecherhersteller Tannoy in Mai 2017 bei der HiFiDeluxe eine Neuauflage seiner HDP-Monitore aus dem Jahr 1975 ankündigte. Die Vorführung in München war nicht nur für mich eines der Messehighlights, sondern offensichtlich auch für Oliver Wittmann, denn seit Ende des vergangenen Jahres ist er Tannoy Legacy-Stützpunkthändler. Beim Music Day im Februar stellte er den größten Lautsprecher aus dieser Serie, die Arden, Kunden und Interessenten vor.

Der bewährte, hochmusikalische und absolut betriebssichere Röhrenvollverstärker V 110 SE von Octave Audio sorgte dabei für mehr als ausreichende Leistung. 2 x 110 Watt liefern seine KT 120-Röhren – für die Arden mehr als genug.

Als digitale Quelle diente der T+A Multiplayer MP 2500 R, einer der wenigen Player, der ein eigenentwickeltes SACD-Laufwerk der Sonderklasse enthält. Analog diente der Linn LP 12 Akurate Level mit dem neuen Lingo IV Netzteil als Laufwerk. Als Phonovorstufe kam die Tom Evans „The Groove Anniversary MK 2“, die Oliver Wittmann ja exklusiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz importiert, zum Einsatz.

Die Cinch- und Lautsprecherkabel waren, wie fast immer, von Swiss Cable und zwar jeweils das Top-Modell Reference Plus. Netzkabel: Swiss Cable und Ringmat Pure Power, in Verbindung mit der Audioplan Powerstar und der Ringmat Pure Power Netzzuleitung.

Der „Star“ der Veranstaltung, die Tannoy Arden, stand mit dem 15 Zoll-Dual-Concentric-Chassis natürlich im Mittelpunkt und zog die Blicke auf sich. Optisch fast originalgetreu wie im Jahr 1975, aber natürlich mit dem Klangbild von heute. Schließlich hat sich in der Fertigungs- und Messtechnik in über 40 Jahren viel geändert. Der gesamten Legacy-Serie von Tannoy und damit auch für die Arden kann ein außerordentlich gutes Preis-/Leistungsverhältnis attestiert werden.