Freitag, 1. Juni 2018

Messebericht HiFiDeluxe und High End 2018

Ein Beitrag von Rainer Götz

Als regelmäßiger Besucher der beiden, eigentlich nicht direkt miteinander vergleichbaren Messen hat man häufig ein Déjà-vu-Erlebnis. Sowohl was die Aussteller wie auch (leider) was die Musikvorführungen angeht. Trotzdem: Mai ist Messezeit, also auf nach München. Zunächst war die HiFiDeluxe angesagt. Dort geht man das Thema deutlich ruhiger und relaxter an als im MOC. Dafür sorgt alleine schon als Messeorganisator das Röhren-Urgestein Dieter Mallach.

Wie üblich gehe ich – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – nur auf Aussteller ein, mit denen Oliver Wittmann verbandelt ist. Wer sich einen vollständigen Überblick verschaffen will, dem seien die Internet-Auftritte der Audio-Presse ans Herz gelegt.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Messebericht Norddeutsche HiFi-Tage 2018

Wir melden uns wohlbehalten von der High End in München zurück. War wieder eine tolle Veranstaltung und unsere AFI flat, die Okki Nokki und die Tom Evans-Phonostufen haben guten Zuspruch bei Interessenten und Presse gefunden. Ein Messebericht von Rainer Götz ist in Arbeit. Sein Text für die Norddeutschen HiFi-Tage in Hamburg Anfang Februar ging wegen Serverproblemen leider unter. Hier als „Einstimmung“ auf den High End-Bericht sein Bericht...

Ein Beitrag von Rainer Götz

Bereits seit dem Jahr 2005 finden immer am ersten Februar-Wochenende des Jahres im Hamburger Hotel Holiday Inn die Norddeutschen HiFi-Tage statt. Zunächst als Initiative eines einzelnen Händlers, nun in der Regie eines professionellen Messeteams. Da für den 8. bis 9. September im Stuttgarter Holiday Inn eine ähnliche Veranstaltung unter dem Titel Süddeutsche HiFi-Tage stattfinden wird, war es interessant, die Hamburger Veranstaltung zu besuchen. Und es hat sich gelohnt, um dieses Fazit schon vorwegzunehmen.

Natürlich derzeit kein Besuch in Hamburg ohne einen Abstecher auf die Aussichtsplattform der Elbphilharmonie. Leider bei Schnee und Regen – aber das gehört ja zu einem Hamburg Besuch. Samstag und Sonntag ging es dann zur Messe ins besagte Holiday Inn.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Testbericht zum AFI flat.

In der Ausgabe 01/2018 von image hifi ist ein ausführlicher Bericht zum AFI flat Plattenbügler erschienen, den Sie hier nachlesen können: "Die Pflicht und die Kür" [PDF, 395 kB]...

Weitere Testberichte finden Sie hier...

Montag, 7. Mai 2018

Studio wegen High End in München geschlossen

Bitte beachten Sie, dass unser Studio vom 09.05. bis 12.05.2018 geschlossen ist. Wir stellen aus auf der High End Messe in München. Sie finden uns mit den Produkten von Tom Evans, Okki Nokki und AFI flat in Halle 2 Stand H06...

Clearaudio Performance DC

Unser Clearaudio Performance DC, jetzt auch mit dem genialen Tracer Tonarm und dem Talismann V2 Gold in der Vorführung...

Mittwoch, 2. Mai 2018

Music Day April 2018 - T+A und HRS

Ein Beitrag von Rainer Götz

Am 26. April 2018 fand, nachdem es im Vormonat wegen der Osterfeiertage keine Veranstaltung gab, der Music Day im Studio von Oliver Wittmann statt. Ich selbst habe die dort vorgestellte Anlage aus Termingründen bereits einen Tag vorher genießen können.

„Gebaut für die Ewigkeit“ fällt einem beim ersten Blick auf die Kombination von T+A, Clearaudio und den Granit-Plattformen von HRS ein. Als Herzstück der Anlage lief der T+A Vollverstärker PA 2500 R mit seinen 2 x 280 Watt Sinusleistung, wobei das Hochleistungsnetzteil sogar Spitzenströme bis 1200 Watt kurzfristig als Impulsleistung abgeben kann. Man merkt, dass bei der Entwicklung hier die „Gene“ der HV-Topserie von T+A eingeflossen sind.

Hauptprogrammquelle war der „Multi Source Player“ MP 2500 R, der neben CDs erfreulicherweise auch SACDs abspielt und so die Qualitäten dieses von vielen Herstellern vernachlässigten Systems „ohrenfällig“ demonstriert. Downloads, Streaming, UKW-, DAB2 und Internetradio sind ebenfalls integriert. Ein Digital/Analogwandler der absoluten Spitzenklasse, getrennt für PCM- und DSD-Signale, rundet das Gerät ab.

Beeindruckt die 2500er-Serie von T+A schon optisch durch die schweren und wertigen Gehäuse, trifft dies im gleichen Umfang für den Talis S 300 zu. Einen aus massivem Aluminium (!) gefertigten Standlautsprecher. Das Gewicht von 33 kg pro Lautsprecher zeugt von dem Aufwand.

Ich verzichte bewusst auf eine ausführliche Beschreibung und Details zu den Geräten. In der Rubrik „Produkte“ auf der Wittmann-Website und den untenstehenden Links sind alle Teile ausführlich vorgestellt und beschrieben.

Ergänzt wurde die Music-Day-Anlage auf der Analogseite durch einen Clearaudio Performance DC sowie die bewährte Verkabelung mit Swisscable für die Signal- und Lautsprecherkabel. Auf der Netzseite kommt ein Audioplan Powerstar getuned mit Ringmat Netzkabeln und Oyaide Gold-Palladium Steckern zum Einsatz. Auf die Gerätebasen von HRS gehe ich später noch ein.

Auf zum Hören! Und hier zeigt sich, dass T+A nicht nur schöne und wertige Gehäuse verbaut, sondern die aktuellen T+A-Serien allesamt in die Spitzengruppe ihrer Klasse gehören. Die 2500er-Serie bildet hier keine Ausnahme.

Montag, 30. April 2018

Testberichte zu Tom Evans The Groove

Zwei lesenswerte Berichte zum Phonovorverstärker The Groove Anniversary MK II von Tom Evans sind in letzter Zeit erschienen:
Weitere Berichte findet man hier...

Montag, 23. April 2018

MUSIC DAY am Donnerstag (26.04.2018)

Beim kommenden MUSIC DAY am Donnerstag, den 26. April 2018, wartet folgende Kette auf Ihre Musik:
  • Lautsprecher: T+A Talis S 300
  • Vollverstärker: T+A PA 2500 R
  • Multiplayer: T+A MP 2500 R
  • Plattendreher: Clearaudio Performance DC
  • Kabel: Swisscable und Ringmat
  • Gerätebasen: HRS
Wir freuen uns auf Sie...

Freitag, 13. April 2018

Roon Nucleus

Zwei Themen treiben Audiophile, die sich mit Digitaltechnik beschäftigen, derzeit um: MQA und Roon. Während über MQA heftig gestritten wird, herrscht über das Verwaltungsprogramm Roon allgemeine Begeisterung.

Die Roon-Software ist als Jahresabonnement oder lebenslanges Abo per Download von der Roon-Website verfügbar. Zwei Wochen Test sind kostenlos möglich, um so das Programm und seine Fähigkeiten auszuprobieren.

Mit Roon können alle Audiodateien im Heimnetzwerk, gleichgültig ob auf Festplatte, NAS oder anderen Speichermedien abgelegt, verwaltet und wiedergegeben werden. Die Integration von Streamingdiensten wie TIDAL oder Qobuz ist vom Anfang der Entwicklung an vorgesehen gewesen.

Neben den üblichen Sortierungen nach Interpret, Titel, Komponist usw. können mit Hilfe von Roon auch Katalognummern, Labels und musikalische Formen wie Arien, Balladen, Ballett, Kantaten usw. gefunden werden.

Klickt man auf einen Künstler, wird dieser mit Bild, einer ausführlichen Biografie, den Bandmitgliedern und jeder Menge Weblinks angezeigt. Soweit vorhanden, werden auch Konzerte in der Nähe und sogar Songtexte parallel zur Wiedergabe eingeblendet. Die Daten stammen aus den Katalogen von All Music Guide, Gracenote, Musicbrainz, Rovi, Songkick und werden täglich aktualisiert.

Eine weitere Erläuterung der Roon-Software würde den Rahmen hier sprengen. Deshalb hier der Verweis auf drei Videos bei YouTube, die die Funktionalitäten ebenso ausführlich wie anschaulich erläutern:
Um in den Genuss der Roon-Software zu kommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste Möglichkeit ist ein Computer/Laptop, auf dem das komplette „Roon-Paket“ installiert wird. Der Rechner wird dann direkt am besten via USB an einen hochwertigen Audio DAC angeschlossen. Die Bedienung erfolgt dann komplett über den verwendeten Computer.

Eine weitere, weitaus bequemere Lösung ist die Verwendung eines Netzwerkplayers. Hier muss das „Endgerät“ – also der Streamer – „roonfähig“ sein. Die Zahl der Hersteller, die Roon lizensiert haben, ist schon beachtlich und wächst ständig. So renommierte Hersteller wie Brinkmann, Creek, Naim oder T+A bieten entsprechende Netzwerkspieler an oder haben solche in der Entwicklung.

Zusätzlich zum „roonfähigen“ Netzwerkplayer benötigt man noch den sog. roon core, der die Verwaltung und die Rechenleistung übernimmt.

Die bislang nur als Softwareanbieter auftretende Roon Labs Inc. bietet nunmehr mit zwei lüfterlosen Audio-Servern eine eigene Hardwarelösung für den roon core an. Der Nucleus kann bis zu 120.000 Titel verarbeiten, der Nucleus+ ist für noch größere Sammlungen und Ansprüche vorgesehen und das derzeitige Topgerät der Serie. Die Steuerung erfolgt über Tablet oder Smartphone (Android oder IOS).

HighRes-Formate mit 384 kHz in PCM und bis DSD 256 sind kein Problem.

Optional kann eine 2,5 Zoll SSD- oder HDD-Festplatte als interner Datenspeicher im Nucleus nachgerüstet werden. Die Integration ins Netzwerk erfolgt mittels Gigabit-Ethernet, für Festplatten stehen Thunderbolt 3 Schnittstellen und zwei USB 3.0 Ports zur Verfügung. Diese USB-Ports können - wie erwähnt - aber auch für entsprechende USB-DACs genutzt werden, sodass der Nucleus by Roon nicht nur als Server, sondern direkt auch als Player fungieren kann.

Internet-Radio und MQA werden von den beiden Nucleus-Servern ebenfalls unterstützt. Außerdem ist DSP, also eine Raumkorrektursoftware mit einem professionellen parametrischen Equalizer integriert. Erweiterungen hin zu Multiroom-Anwendungen (bei Nucleus+ sogar für mehr als 5 Zonen) sind ebenfalls bereits vorgesehen.

Die Möglichkeiten, die der Roon Nucleus bietet, sind unglaublich vielfältig und können hier nur angerissen werden. Wenn Sie Interesse haben, dann vereinbaren Sie einen Vorführtermin und überzeugen Sie sich selbst von der Leistungsfähigkeit des Nucleus zusammen mit der Roon Software.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Dienstag, 27. März 2018

Nagra HD PreAmp

Als Nagra aus der Schweiz im Jahr 1997 mit dem Nagra PL-P einen Highend-Vorverstärker im typischen Design der Bandmaschinen des Herstellers vorstellte, war dies eine kleine Sensation. Im Januar 2018 sorgten die Schweizer bei Messen zunächst in Denver und dann bei der CES in Las Vegas erneut für Furore. Eine komplett neu entwickelte Vorstufe wurde offiziell vorgestellt: Der Nagra HD PreAmp.

„Ein weißes Blatt Papier“, so Nagra, war die Basis für die Entwicklung. Will heißen, dass die Vorstufe von Anfang bis Ende komplett neu entwickelt und jeder Aspekt dahingehend hinterfragt wurde, ob es nicht noch eine bessere Lösung gibt. Auf die Kosten wurde bei diesem Flaggschiff keine Rücksicht genommen. Die Entwickler konnten in der Tat „aus dem Vollen schöpfen“. Wobei natürlich die Erfahrungen sowohl aus dem professionellen wie auch dem obersten Consumer Sektor hier eingeflossen sind.

Auffälligstes optisches Merkmal ist die Zweiteilung des Vorverstärkers. Wer nun einfach an eine ausgelagerte Netzversorgung dachte, liegt falsch. Eine „virtuelle Batterie“, von Nagra SUPER CAPACITOR POWER SUPPLY genannt, versorgt den HD-PreAmp ohne die üblichen Nachteile von Akkus oder Batterien mit Strom.

Um Mikrophonie und damit negative Einflüsse auf das Klangbild schon beim Entstehen zu bekämpfen, stehen Vorstufe und Stromversorgung auf speziell konstruierten, auf das Gerät exakt abgestimmten, Schock-Absorbern.

Der HD-Preamp ist eine Line-Röhrenvorstufe, die neue Maßstäbe für Rauschfreiheit und Geräuschspannungsabstand aufzeigt. Mehr als 160 dB „signal to noise“ sprechen eine deutliche Sprache. Damit also runde 60 dB „besser“ als bei vergleichbaren Röhrenvorstufen der Spitzklasse und 20 – 30 dB über dem Niveau der besten Transistor-Vorverstärker ...mehr

Sonntag, 25. März 2018

Electrocompaniet EMC 1 MKIV CD-Player

Es gibt sie also doch noch – nein, nicht die Dinosaurier, die sind allenfalls noch im Museum oder im Kino zu betrachten. Hier geht es um einen Dino der anderen Art: Der Electrocompaniet EMC 1 MKIV ist mit seinem Gewicht von 18 kg und dem reinen CD-Laufwerk ein Statement der besonderen Art. Seit 1998 wird der EMC 1 gebaut, jetzt in der MK IV Ausbaustufe. Bewährtes bleibt, neue Entwicklungen werden aufgenommen und umgesetzt.

Der norwegische Hersteller hat bewusst ein puristisches ausschließlich für CD ausgelegtes Laufwerk verbaut, das auf den österreichischen Stream-Unlimited-Antrieben basiert, deren Qualität weltweit von CD-Anbietern in der Highend-Klasse geschätzt werden ...mehr

Sonntag, 18. März 2018

Electrocompaniet ECM 1 Netzwerkplayer

Netzwerkplayer oder Server sind derzeit ein zentrales Thema. Und dies nicht nur für Menschen unter 25 Jahren. Seitdem Qobuz und TIDAL für runde 20.- Euro Musik in CD-Qualität (teilweise sogar HighRes-Dateien) offerieren, ist dies selbst für überzeugte Highender eine Alternative geworden. Alleine schon aus Platzgründen. Einer unserer Kunden, mit 16.000 CDs im Schrank, kauft sich nur noch SACDs oder CD-Exoten, da er keine CDs mehr unterbringt.

Wie von Electrocompaniet nicht anders zu erwarten, geht man dort das Thema Netzwerkplayer konsequent und kompromisslos an. Der ECM-1 bringt mit seinem überdimensionierten Ringkerntrafo gute 8,2 kg auf die Waage. Es stehen vier Digitaleingänge (2 x koaxial RCA, 2 x TosLink), ein USB-Anschluss für eine externe Festplatte oder einen Datenstick und eine Ethernet-Verbindung mittels RJ 45-Buchse zur Verfügung. Eine hervorragende vollsymmetrische Class-A-Ausgangsstufe wurde von den Norwegern verbaut. Man merkt die jahrzehntelange Erfahrung z.B. mit dem Netzwerkplayer ECM-2, von dem viele Teile weiterentwickelt übernommen wurden.

Die Streaming-Dienste Qobuz, Tidal sowie Spotify und demnächst auch Deezer sind vorinstalliert. Internetradio ist ebenfalls integriert. Der ECM-1 lässt sich per Mobilgerät über die gleiche App oder ein identisches Browser-Interface steuern wie die kabellose „Living line“-Gerätefamilie von Electrocompaniet ...mehr

Mittwoch, 14. März 2018

Linn Akurate DS/3 und DSM/3 Katalyst

Katalyst steht für Linns vierte DAC Generation. Die DAC Struktur wurde komplett überarbeitet. Zum ersten Mal kommt eine ultrastabile Eingangsreferenzspannung zum Einsatz. Weitere Verbesserungen betreffen die interne Datenoptimierung, eine nochmals verbesserte Master Clock, mehrere neue unabhängige Spannungsversorgungen für die einzelnen Stufen sowie eine neue analoge Ultra Low Noise Ausgangstreiberstufe.

Alles zusammen führt zu sehr deutlich verbesserten Messwerten und damit zur größten Klangsteigerung von allen Akurate DS-Updates. Das Klangbild gewinnt deutlich an Tiefe, Plastizität und Natürlichkeit. Letzte Härten des digitalen Signals sind wie weggeblasen.

Sonntag, 11. März 2018

Tannoy Lautsprecher

Tannoy gehört zu den britischen Inseln wie Tee, Plumpudding und Whiskey. Die Geschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück. Bekannt wurde Tannoy auch international mit Beschallungssystemen und PA-Anlagen. Tannoy ist eines der wenigen Unternehmen, dessen Name als Synonym für eine ganze Produktgruppe steht, wie z.B. Tempo (für Papiertaschentücher) oder Uhu (für Alleskleber). Wenn auf einem britischen Bahnhof ein Reisender ausgerufen wird, nennt man dies „over the Tannoy", eine Durchsage über ein Lautsprechersystem machen. „You’ve been tannoyed“ bekommt der Ausgerufene dann zu hören.

Zunächst in Tonstudios und ab den 50er-Jahren auch in Highend-Anlagen reüssierte Tannoy bald zu einer festen Größe und gehört zu den klassischen und legendären britischen Lautsprecherherstellern. Der Dual Concentric Lautsprechertreiber ist mit Sicherheit die technologisch wichtigste Entwicklung von Tannoy. Sein Ziel: eine nahezu perfekte Punktschallwiedergabe durch die Anordnung eines Hochtonlautsprechers im Zentrum der Tieftonmembran. Für eine phasenkohärente Schallabstrahlung wurde der Hochtöner über einen Hornkanal im Tieftonsystem eingebunden.

Ziel war es, dass die Signale des Tieftöners gleichzeitig mit den Hochtonsignalen am Ohr des Zuhörers ankommen, also keine Zeitverzögerung besteht. Diese Verzögerung wurde von Tannoy schon 1947 beim Monitor Black erkannt und kompensiert. Andere Hersteller brauchten viele Jahre und versuchten dann die Zeitdifferenz z.B. durch nach hinten versetzte Hochtöner oder nach vorne versetzte Basslautsprecher bzw. Korrekturen in der Frequenzweiche zu kompensieren.

Tannoy war hier seiner Zeit weit voraus und daher im Studiobereich und beim Rundfunk weit verbreitet. Einige der legendärsten Musikproduktionen entstanden mit Hilfe von Tannoy-Lautsprechern wie z.B. Pink Floyds „Dark Side of the Moon“ oder „Blade Runner“ von Vangelis. In den Studios von Decca und dem legendären Abbey Road-Studio der EMI gehörten und gehören Tannoy-Monitore zur Grundausstattung.

Wir haben uns in diesem Jahr wieder um Tannoy gekümmert und fanden die Neuauflage der in den 70er-Jahren legendären Legacy-Serie überzeugend. Auf der HiFiDeluxe in München liefen die drei Lautsprecher der Legacy-Serie - Arden, Cheviot und Eaton - an Röhrenverstärkern von Unison aus Italien. Eine geglückte Kombination.

Seit Anfang September 2017 sind wir autorisierter Tannoy-Händler und engagieren uns für die Lautsprecher der Legacy-Serie. Kommen Sie doch einfach nach Terminvereinbarung, damit wir uns auch wirklich Zeit für Sie nehmen können, mit Ihren Lieblingsplatten (Vinyl oder CD) bei uns vorbei und hören selbst ...mehr

Mittwoch, 7. März 2018

Music Day Februar 2018 - Zurück in die Zukunft mit Tannoy

Ein Beitrag von Rainer Götz

Es war in der Tat überraschend, als der britische Lautsprecherhersteller Tannoy in Mai 2017 bei der HiFiDeluxe eine Neuauflage seiner HDP-Monitore aus dem Jahr 1975 ankündigte. Die Vorführung in München war nicht nur für mich eines der Messehighlights, sondern offensichtlich auch für Oliver Wittmann, denn seit Ende des vergangenen Jahres ist er Tannoy Legacy-Stützpunkthändler. Beim Music Day im Februar stellte er den größten Lautsprecher aus dieser Serie, die Arden, Kunden und Interessenten vor.

Der bewährte, hochmusikalische und absolut betriebssichere Röhrenvollverstärker V 110 SE von Octave Audio sorgte dabei für mehr als ausreichende Leistung. 2 x 110 Watt liefern seine KT 120-Röhren – für die Arden mehr als genug.

Als digitale Quelle diente der T+A Multiplayer MP 2500 R, einer der wenigen Player, der ein eigenentwickeltes SACD-Laufwerk der Sonderklasse enthält. Analog diente der Linn LP 12 Akurate Level mit dem neuen Lingo IV Netzteil als Laufwerk. Als Phonovorstufe kam die Tom Evans „The Groove Anniversary MK 2“, die Oliver Wittmann ja exklusiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz importiert, zum Einsatz.

Die Cinch- und Lautsprecherkabel waren, wie fast immer, von Swiss Cable und zwar jeweils das Top-Modell Reference Plus. Netzkabel: Swiss Cable und Ringmat Pure Power, in Verbindung mit der Audioplan Powerstar und der Ringmat Pure Power Netzzuleitung.

Der „Star“ der Veranstaltung, die Tannoy Arden, stand mit dem 15 Zoll-Dual-Concentric-Chassis natürlich im Mittelpunkt und zog die Blicke auf sich. Optisch fast originalgetreu wie im Jahr 1975, aber natürlich mit dem Klangbild von heute. Schließlich hat sich in der Fertigungs- und Messtechnik in über 40 Jahren viel geändert. Der gesamten Legacy-Serie von Tannoy und damit auch für die Arden kann ein außerordentlich gutes Preis-/Leistungsverhältnis attestiert werden.